Kindheit ist kein statischer Zustand, sondern ein historisch gewachsenes Lebenskonzept. Die Dauerausstellung „Kindheit seit 1890“ dokumentiert über 120 Jahre Kindheitsgeschichte – zwischen Alltag, Arbeit, Spiel und gesellschaftlichem Wandel.
Historische Gliederung

Die Ausstellung ist in prägnante Zeiträume gegliedert: Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, DDR und Bundesrepublik. Jeder Abschnitt zeigt, wie politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen das Leben von Kindern beeinflussten.
Industrialisierung, Urbanisierung und technischer Fortschritt veränderten Familienstrukturen ebenso wie Bildungswege. Während Kinder im Kaiserreich häufig früh in Arbeitsprozesse eingebunden waren, wandelte sich das Verständnis von Kindheit im 20. Jahrhundert zunehmend hin zu Schutz und Förderung.
Exponate & Beispiele

Gezeigt werden unter anderem:
🡪 Kinder- & Jugendbücher aus über hundert Jahren
🡪 Alltagskleidung verschiedener Jahrzehnte
🡪 Straßen- und Spielzeuge
🡪 Dokumentationen von Kinderleben im ländlichen und städtischen Raum
Die Ausstellung veranschaulicht, wie stark Kindheit von politischen Systemen, wirtschaftlichen Bedingungen und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt wurde.
Pädagogischer Mehrwert

Kindheit seit 1890 verbindet Objektgeschichte mit Sozialgeschichte.
Die Hauptausstellung macht deutlich, dass Kindheit immer auch ein Spiegel ihrer Zeit ist. Die Ausstellung schafft Raum für Erinnerung, Vergleich und Einordnung – und lädt dazu ein, Kontinuitäten und Brüche im historischen Verlauf zu erkennen (und sich selbst wiederzufinden).

Zu den anderen Ausstellungen:

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